„Terra incognita“ der Jetztzeit. Aktuelle Ausstellungen im Kirchner Museum Davos
„Terra incognita“ der Jetztzeit. Aktuelle Ausstellungen im Kirchner Museum Davos

Das Kirchner Museum Davos bietet Ihnen das aussergewöhnliche Erlebnis, die Kunst Ernst Ludwig Kirchners am Ort ihrer Entstehung zu sehen. Ernst Ludwig Kirchner lebte von 1918 bis zu seinem Tod 1938 in Davos. Lassen Sie sich von den neuen Ausstellungen, die vom 3. Juni bis Herbst 2018 gezeigt werden, inspirieren:

Ernst Ludwig Kirchner
„Ich gehe von der Bewegung aus“

03.06.-04.11.2018
Der nackte menschliche Körper ist ein Hauptmotiv im Werk von Ernst Ludwig Kirchner. Er feiert in seiner Kunst insbesondere die Anmut, Schönheit und Erotik seiner weiblichen Modelle. Den artifiziellen Posen der Aktmodelle an den Kunstakademien wird die Natürlichkeit und Sinnlichkeit des Lebens gegenübergestellt. Dieses andere Leben sucht Kirchner an den Rändern der bürgerlichen Gesellschaft in Cafés, Theatern, Varietés, Tanzsalons und Animierkneipen und in der Natur. Das Seeufer, der Meeressaum und schliesslich das Hochgebirge werden zu Bühnen für eine befreite Körperlichkeit und ein neues Lebensgefühl.

Sandro Steudler
„Der dritte Fels“
03.06.-21.10.2018

Mit der Ausstellung Sandro Steudler. Der dritte Fels wird eine höchst komplexe künstlerische Position im und vor dem Kirchner Museum Davos vorgestellt. Denkmodell, virtuelle Plastik, Installation und Lichterlebnis verbinden sich hier zu einer präzisen Setzung, die hervorragend mit der minimalistischen Architektur des Museums korrespondiert.

Der „Findling“ ist eine begehbare Skulptur aus lichtdurchlässigem Beton, die als modellhafte Miniatur auch Bestandteil der Stahlplastik ist. Der riesige Stein ist bewohnbar und könnte auch der Eingang zu einem unterirdischen System sein. In der Nacht verwandelt sich der von innen beleuchtete Felsblock in eine Lichtskulptur.

Seit 2003 plant und baut Sandro Steudler (*1971) an einer unterirdischen Kosmologie, deren Titel er von Franz Kafka unvollendeter Erzählung Der Bau (1924) übernommen hat. Der Schweizer Künstler pflegt ein ausgeprägtes Interesse für den Untergrund, den er als „terra incognita“ der Jetztzeit definiert.

Mathias Kessler
„Staging Nature“
03.06.-04.11.2018

Für die Ausstellung im Kirchner Museum Davos gestaltet Mathias Kessler einen Ausstellungsraum mit einer fotografischen Totalinstallation, so dass eine begehbare Landschaft der Zerstörung entsteht. Der österreichische Künstler Mathias Kessler (*1968) problematisiert in seiner Kunst unsere Auffassung von Natur. Aufgewachsen in einem Skigebiet in den Allgäuer Alpen wurde er früh die Konsequenzen der massiven touristischen Bewirtschaftung der Bergwelt sensibilisiert. Mit spielerischer Raffinesse und Ironie setzt er typische Darstellungsweisen von Natur neu in Szene und bezieht sich dabei auf Kunstgeschichte, Philosophie und ökologische Debatten.

Weitere Informationen und gesamtes Programm

Kontakt
Kirchner Museum Davos
Ernst Ludwig Kirchner Platz
Promenade 82
7270 Davos

Telefon +41 81 410 63 00
www.kirchnermuseum.ch

Bilder © Kirchner Museum Davos, Fotograf Stephan Bösch

Weitere Informationen

Quelle: www.Ausflugsziele.ch ® – Das führende Ausflugs- und Freizeitportal der Schweiz

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